1. TEIL DER SERIE MIKROPLASTIK – MIKROPLASTIK IN KOSMETIKA

1. DÍL SERIÁLU MIKROPLASTY – MIKROPLASTY V KOSMETICE

Woher kommen sie eigentlich?

Kosmetika soll die Haut pflegen. Doch in den letzten Jahren haben Wissenschaftler auf ein Problem aufmerksam gemacht, das in vielen gängigen Produkten steckt – Mikroplastik.

Dabei handelt es sich um winzige Partikel synthetischer Polymere, die so klein sind, dass wir sie mit bloßem Auge nicht sehen können. Dennoch sind sie heute fast überall präsent. Im Wasser, im Boden, in der Luft und laut neuen Studien sogar im menschlichen Körper.

Die Kosmetikindustrie ist dabei eine ihrer Quellen.


Mikroplastik direkt in der Zusammensetzung von Kosmetika

Einige Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik direkt in ihrer Formulierung.

Sie werden zum Beispiel verwendet:

  • als Peeling-Partikel

  • zur Texturgebung von Produkten

  • für optische Effekte in dekorativer Kosmetik.

Eine Studie, die gängige Kosmetikprodukte analysierte, fand synthetische Polymerpartikel in vier von acht getesteten Produkten.

Mikroplastik wurde zum Beispiel gefunden in:

  • Glitzergelen

  • Reinigungspasten

  • Peelings

  • einigen dekorativen Produkten.

Gleichzeitig weisen Forscher darauf hin, dass gängige Analysemethoden Mikroplastik manchmal nicht korrekt identifizieren können. Es ist also möglich, dass ihr Vorkommen in Wirklichkeit noch höher ist.


Warum Mikroplastik in Kosmetika verwendet wird

Der Grund ist einfach. Sie sind billig, stabil und technologisch einfach zu verarbeiten.

In Kosmetika können sie zum Beispiel als:

  • Verdickungsmittel

  • Texturstabilisatoren

  • abrasive Partikel

  • Pigmentträger.

Aus technologischer Sicht sind sie eine schnelle, aber nicht ganz gesunde Abkürzung. Und für die Umwelt stellen sie ein langfristiges Problem dar.


Mikroplastik zersetzt sich über Hunderte von Jahren

Im Gegensatz zu natürlichen Stoffen zersetzen sich synthetische Polymere extrem langsam. Sie können Hunderte von Jahren in der Umwelt verbleiben und zerfallen allmählich in immer kleinere Partikel – Mikroplastik und Nanoplastik.

Diese winzigen Partikel verbreiten sich anschließend in Ökosystemen und gelangen:

  • in aquatische Ökosysteme

  • in den Boden

  • in die Nahrungskette.

Das Problem der Kosmetikindustrie liegt jedoch nicht nur im Mikroplastik direkt in der Produktzusammensetzung. Eine große Rolle spielen auch die Verpackungen selbst.

Die Kosmetikindustrie produziert jedes Jahr etwa 120 Milliarden Verpackungen, von denen die meisten aus Plastik bestehen. Etwa 95 % dieser Verpackungen landen nach einmaligem Gebrauch als Müll.

Obwohl Plastik oft als recycelbares Material gilt, ist die Realität wesentlich komplexer. Etwa 14 % der Kunststoffverpackungen gelangen in das Recyclingsystem, und nur etwa 9 % werden tatsächlich recycelt. Der Rest landet auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen.

Einer der Hauptgründe ist die Konstruktion von Kosmetikverpackungen. Viele bestehen aus einer Kombination verschiedener Materialien – zum Beispiel aus einer Mischung von Kunststoffen, Metallfedern, Pumpen oder anderen Komponenten. Diese Teile sind sehr schwer zu trennen, und die Verpackung ist daher für Recyclinganlagen praktisch nicht recycelbar.

Eine weitere Komplikation ist die Größe einiger Verpackungen, zum Beispiel bei Lippenstiften oder Wimperntuschen. Diese sind für Sortiertechnologien oft zu klein und fallen durch die Siebe, sodass sie überhaupt nicht recycelt werden.

Das Recycling wird zusätzlich durch Restmengen des Kosmetikprodukts in der Verpackung erschwert, die den Kunststoff kontaminieren und seine weitere Verarbeitung unmöglich machen.

Das Ergebnis ist eine große Menge an Plastikmüll, der Jahrzehnte bis Jahrhunderte in der Umwelt verbleiben und sich allmählich in weitere Mikroplastikpartikel zersetzen kann.


Die Regulierung von Mikroplastik beginnt

Gerade wegen dieser Auswirkungen beginnen Regierungen, ihre Verwendung schrittweise zu regulieren.

In der Europäischen Union wurde die Verordnung
REACH 2023/2055 angenommen, die Mikroplastik in Kosmetika schrittweise einschränkt.

Zum Beispiel:

  • Rinse-off-Kosmetik – Verbot ab 2027

  • Leave-on-Kosmetik – Verbot ab 2029

  • dekorative Produkte – Verbot bis 2035.



Es geht auch anders

Bohemian Cosmetics ist eine bewusste Wahl im Hinblick auf die Haut und den Planeten.Wir arbeiten ausschließlich mit natürlichen Inhaltsstoffen in Bio-Qualität, die wir von kleinen tschechischen Landwirten und Kräuterbauern beziehen. Jedes Produkt wird nach unserer eigenen Rezeptur hergestellt und in kleinen Chargen produziert. Dadurch haben wir die volle Kontrolle über den gesamten Prozess – vom Rohstoff bis zur fertigen Verpackung.

In unseren Produkten finden Sie weder synthetische Substanzen noch Mikroplastik. Wir verwenden ausschließlich natürliche Stabilisatoren und reine, funktionelle Inhaltsstoffe.

Zudem verpacken wir die Kosmetik in ein kompostierbares Biopolymer, das sie zuverlässig schützt und gleichzeitig weder die Umwelt belastet noch schädliche Substanzen freisetzt.

 


Mikroplastik ist aber nicht nur in der Zusammensetzung enthalten

Vielleicht noch überraschender ist, dass Mikroplastik nicht nur aus der Zusammensetzung des Produkts selbst in Kosmetika gelangen muss.

Sie können auch aus der Kunststoffverpackung entstehen. Und genau dem werden wir uns im nächsten Teil widmen.

Mit Liebe und Respekt geschrieben von 

Markéta V. 

Zurück zum Blog